Mother's Burden? von Nephlima ================================================================================ Kapitel 2: ----------- Geistesgegenwärtig stieß Kagome, Rin ein Stück von sich. Was sicherlich nicht die klügste Entscheidung ihres Lebens war, neben einige anderen, die sie schon getroffen hatte. Doch die Roten sprenkeln, in den sonst so goldenen Iren ließ sie nichts Gutes erahnen. Ihr erschien es in dem Augenblick jedoch logisch Rin von sich zu stoßen. Das junge Mädchen stand viel zu dicht an ihr dran und Kagome selbst hatte zuvor noch nie miterlebt, dass er Rin angeknurrt hatte, somit konnte nur sie selbst der Grund sein, weswegen er so auf die jüngere reagiert hatte. Es hatte nicht einmal einen Wimpernschlag gedauert von ihrer Seite aus und der Lord des Westens stand vor ihr. Seine Augen wurden intensiver in dem Rotton und sein Gesicht fing an sich zu verformen. Sie konnte es ihm ansehen wie sehr er sie gerader verabscheute. Noch nie zuvor hatte er ihr gegenüber solch eine Regung gezeigt, auch nicht als er versuchte sie mehrere mal Umzubringen. Unfähig dazu eine Handlung auszuüben, versuchte Kagome den durchdringenden Blick gegenüber von dem Daiyōkai standzuhalten, auch wenn sie lieber aufgeschrien hätte als er plötzlich so vor ihr Stand, der Aufschrei jedoch in ihrem Halse stecken geblieben war. Durch die Verformung seines Gesichtes konnte die Schwarzhaarige nun deutlich erkennen, was für Reißzähne er besaß und ihr wurde klar, dass Sesshōmaru sie umbringen würde, wenn sie nichts tun würde. Schlagartig wurde ihr bewusst, dass sie eine Missgeburt in sich trug, ein Kind was zu keiner Seite gehörte. Ein Kind was niemand wollte außer sie selbst, nicht einmal der Vater des Kindes wollte es. Kagome musste Handeln, schnell und bedacht. Doch das klang einfacher in ihrem Kopf, als dies umzusetzen. Wie sollte, sie ihn davon überzeugen am Leben bleiben zu dürfen. Wenn sie bis jetzt keinen sonderlich positiven Eindruck erweckt hatte, wenn man einmal davon Absah das sie Naraku besiegt hatte und das auch nur mit der Hilfe von den anderen und ihm. Es blieb ihr nichts anders über, als über ihren Schatten zu springen und auch dies war nur eine reine Glückssache. Rin stand derweil hinter Sesshōmaru, das junge Mädchen wusste nicht, was vonstattenging, sie wusste ja nicht einmal, wie sie hinter hingeraten war. Sie verstand das alles nicht. Doch sie hatte verstanden das Kagome Hilfe brauchte. Kagomes Augen wanderten zu Rin, sie sah verwirrt aus und die Schwarzhaarige konnte erkennen wie sie Tapfer versuchte die Tränen hinunterzuschlucken. Sie musste handeln, endlich handeln, um die Situation zu entschärfen, irgendwie. Das Haltlose erneute knurren ließ sie wieder zu Sesshōmaru blicken. Langsam und bedacht mit leicht gesenktem Haupt ging Kagome in die Hocke um sich besser hinknien zu können. Darauf achtete sie penibel darauf keine zu schnellen Bewegungen zu machen. Es war für Kagome die einzige Möglichkeit irgendwie aus dieser Situation hinaus zu gekommen, Lebend. Indem sie sich selbst erniedrigte, dem Lord jedoch die größte respektable Geste entgegenbringen konnte welche in ihrer Macht stand. So flach wie es ihr mit dem Bauch nur möglich war, kniete sie vor ihm nieder. Bewegte langsam eine Hand nach hinten um ihrer Haare nach vorne zu nehmen, sodass er ihren Nacken sehen konnte, es war das einzige was sie zeigen konnte was die Unterwürfigkeit von ihr betraf. Auch wenn sie das Verhalten von normalen Hunden kannte und wusste, dass diese sich eigentlich auf den Rücken legten und ihren Bauch zeigten, somit ihre verletzlichste stelle. Doch wie es bei einem Inu-Daiyōkai war, konnte sie nicht sagen, sondern nur hoffen. Ihre Fingerspitzen vergrub sie im Schnee, die Nasenspitze ebenfalls. Kagome wusste nicht wie lange sie so verharrte, sie merkte nur, wie ihre Finger anfingen Taub zu werden und die Kleidung um ihren Bauch herum durchnässt. Sie hoffte inständig das bald irgendeine Regung kommen würde und wenn es nur eine abwertende Bemerkung gegenüber von ihr wäre, das hätte ihr schon gereicht. Ungewollt begann ihr Körper an zu zittern welches sie krampfhaft versuchte zu unterdrücken, es ihr jedoch nur mäßig gelang. Verzweifelt biss Kagome sich auf die Lippen und versuchte den erneut aufkommenden Schmerz zu unterdrücken. Es war jetzt nicht die Zeit dafür, erst musste sie sich und ihr Kind retten, danach wäre es ihr recht gewesen, wenn das Ungeborene sich bereit dazu machen würde endlich das Licht der Welt zu erblicken. Doch ihr Kind sah das wohl anders. Zwischen ihren Beinen wurde es Nass und die Schwarzhaarige war sich ziemlich sicher, dass es kein Urin war, da der Geruch der ihr entgegen stieß leicht süßlich war. Somit war ihre Fruchtblase geplatzt, was so viel hieß, das Kind könnte jeder Zeit kommen. Gedanklich Betete sie mehrmals zu den Kamis das sie sich die Bücher ausgeliehen hatte, um genau zu erfahren was während der Geburt und in der Schwangerschaft mit ihr passieren würde. »Komm.« Er hörte sich weiter entfernt an, immer noch klag seine Stimme verzerrt, doch um einiges menschlicher als das Knurren zuvor. Leise atmete Kagome auf, stockte jedoch mitten drin. Sie hatte immer noch genug andere Sorgen und würde sich nicht aufrichten bis er verschwunden war. »Sesshōmaru, Kagome-sama blutet«, Rin starrte auf die lache des Blutes, welches sich unter Kagome ausgebreitet hatte. Sie konnte die Schwarzhaarige so doch nicht zurücklassen, auch wenn sie die Entscheidungen nie infrage gestellt hatte und immer gehorchte, konnte sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, sie mochte die Ältere. »Sie wird Sterben nun komm«, die Worte von ihm klangen so endgültig das Rin es nicht schaffte die aufkommenden Tränen hinunterzuschlucken. »Nein.« Es war nur ein gehauchtes Wort doch beide Erwachsene verstanden es klar und deutlich, heftig schüttelte das Mädchen ihren Kopf, sie konnte Kagome nicht einfach daliegen lassen, sie verstand das alles nicht. Sie wollte es aber auch nicht verstehen, doch sie würde die Frau nicht sterben lassen. Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)